Platz der Kinderrechte wurde eröffnet

Durch unseren Antrag hat Alsdorf nun einen Ort, der deutlich macht: Wir setzen und für die Rechte aller Kinder und Jugendliche ein. Wir hoffen, dass er als Bildungs- und Gestaltungsort angenommen wird. Leider gab es auch einen Wermutstropfen: Unser Engagement dafür wurde nicht einmal erwähnt.

Gestern am 21.09.2025 wurde endlich der „Platz der Kinderrechte“ an der Alsdorfer Burg eingeweiht. Wir freuen und, dass die Alsdorfer Kinder und Jugendlichen jetzt einen Ort haben, der auf ihre Belange aufmerksam macht.

Und wir als Kommunalpolitiker*innen dürfen auch nicht vergessen, dass Kinderrechte direkte Auswirkungen auf unsere Arbeit haben müssen. Es gibt das Recht auf Beteiligung. Das heißt, die Politik muss Kindern eine Möglichkeit geben, in den Entscheidungen mit zu mischen. Vielleicht durch ein Jugendparlament?

Das Recht auf Gesundheit und eine saubere Umwelt. Das betrifft zum Beispiel Entscheidungen über die Beruhigung von Straßen oder den Erhalt frei zugänglicher Spiel- und Sportplätze.

Um das sichtbar zu machen, haben wir 2023 den Antrag gestellt, einen Platz der Kinderrechte zu benennen. Dieser soll Bildungsstätte für Kinder und Einrichtungen sein, von ihnen gestaltet werden und sichtbar machen: Alsdorf ist nicht nur dem Namen nach Familienstadt!

Für den Antrag haben wir uns Aktionen angeschaut, die schon existieren. Zum Beispiel in Attendorn, Aachen, Neuss, Düsseldorf… Wir haben mit Jugendverbänden gesprochen. Wir danken insbesondere den Menschen vom Kinderschutzbund Würselen e. V., besonders Talina Zähl, die für uns in der Jury für den Ideenwettbewerb saß, für ihre Unterstützung und Mitarbeit! Wir haben uns Gedanken zur Gestaltung und möglichen Örtlichkeiten gemacht.

Leider wurde das durch den Dezernent für Schule, Jugend und Soziales, Tim Krämer, bei der Eröffnung NICHT erwähnt.

Die Geldübergabe für das Schild durch das Prinzenpaar 2025 Marc und Steffi (danke!) fand beim Kneipentalk der SPD statt. In Anwesenheit der Ausschussvorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Sandra Niedermaier als Vertreterin der Politik und von Tim Krämer als Bürgermeisterkandidat / Dezernent des Fachbereichs. Ein Beamter der Stadt Alsdorf hätte das nicht tun dürfen.

Nicht nur ignoriert dieses Vorgehen die Arbeit, die wir in den Antrag und seine Umsetzung gesteckt haben, sondern gibt auch ein falsches Bild von der Ratsarbeit. Wir als Ratsfraktion bringen immer wieder gut recherchierte, aufgearbeitete Anträge ein. Natürlich freuen wir uns, wenn diese aufgenommen werden. Wir wollen uns nicht ins Rampenlicht stellen, wo doch eigentlich die Kinder hier im Mittelpunkt stehen. Aber es muss auch deutlich werden: Nicht nur die Mehrheitspartei gestaltet Politik! Wieso sollten sich Menschen sonst für unsere Arbeit interessieren?

Wenn die Arbeit engagierter Kommunalpolitiker*innen nicht auch so benannt wird, wird die Politikverdrossenheit weiter zunehmen. Und das gefährdet unsere politische Arbeit vor Ort und unsere Aufgabe, die Alsdorfer*innen zu vertreten.

Wir fordern ein faires Vorgehen unter allen demokratischen Parteien und aus der Verwaltungsspitze. Politik lebt vom Ideenaustausch und vom ehrenamtlichen Engagement aus den unterschiedlichen Parteien.

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