Konfuse Beschlüsse beim Igelschutz

Handlungsanweisung für Mitarbeiter*innen des Eigenbetriebs Technische Dienste abgelehnt. Freischneider werden weiterhin eingesetzt.

Im Rahmen unserer Naturschutzoffensive haben wir zwei Anträge gestellt:

Der erste war ein Nachtfahrverbot für Mähroboter. Dieses wurde im inzwischen aufgelösten Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität beschlossen. Inzwischen haben wir erfahren, dass das eigentlich auf städteregionaler Ebene behandelt wird – und inzwischen auch dort beschlossen wurde.

Unser zweiter Antrag betraf ganz direkt unseren städtischen Eigenbetrieb für die technischen Dienste. Dieser ist für alle Arbeiten an den Alsdorfer Grünflächen, Verkehrssicherung, Straßen etc. zuständig.

Kern unseres Antrags war, eine Handlungsanweisung auszugeben, dass die Mitarbeiter*innen im Eigenbetrieb auf die Mahd unter Hecken verzichten, da sich dort tagsüber viele Kleintiere verstecken. Kosten: Keine.

Ein erweiterter Vorschlag war die Prüfung sogenannter Igelschutzzonen. Diese sollten nur geprüft und dabei Kosten ermittelt werden. Mit Verweis auf Initiative der Städteregion und möglichen Kosten bei angespannter Finanzlage wurde das abgelehnt, was wir durchaus nachvollziehen können.

Was nicht nachzuvollziehen ist: Wieso wurde auch die Handlungsanweisung abgelehnt? Es kostet nichts. Im Gegenteil erspart man den Gärtner*innen harte, körperliche Arbeit. Freischneiderverletzungen bei Igeln sind laut vielen Pflegestellen leider grausamer Alltag. Viele Igel überleben solche Verletzungen nicht, selbst wenn sie gefunden und behandelt werden. Auch für andere Tiere sind diese Flächen unter Hecken wichtige Rückzugszonen in unserer dichtbebauten Stadt.

Der Betriebsausschuss für den Eigenbetrieb Technische Dienste ließ hier ohne Not eine einfache Maßnahme liegen, die vielen Tieren das Leben gerettet und zugleich keine Kosten verursacht hätte – Schade!

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