Zustand des Hallenbads

    Warum wurde nicht früher gehandelt?

    Beitrag vom: 04.04.2019

     

    In der jüngsten Fraktionssitzung der GRÜNEN im Rat der Stadt Alsdorf berichteten die Ratsmitglieder Jutta Silly-Kuntz und Horst-Dieter Heidenreich von der Begehung des Luisenbades durch Mitglieder des Stadtrates in der vorangegangenen Woche.

    Die Fraktionsmitglieder zeigten sich betroffen von den erheblichen Schäden des vor rund zwanzig Jahren auf Beschluss der damaligen schwarz-grünen Mehrheit teilsanierten und energietechnisch modernisierten Hallenbades.

    Erste „Gerüchte“ darüber, dass sich das Bad in einem weitaus schlechteren Zustand befand als erwartet, waren den GRÜNEN bereits vor eineinhalb Jahren bekannt geworden. Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich hatte deshalb am 12.10.2017 in der Ratssitzung angefragt ob es „Probleme in der Bausubstanz des […] Hallenschwimmbades gebe [...], ob tatsächlich etwas festzustellen sei und ob seitens der Verwaltung über eine Schließung oder gar einen Neubau an anderer Stelle nachgedacht werde.“ Bürgermeister Sonders antwortete seinerzeit, „dass es derzeit keinen Anlass zur Schließung des Hallenbades gebe. Man sei dabei, zu prüfen, ob irgendwo Verbesserungsbedarf bestehe. Sobald es etwas Spruchreifes zu diesem Thema gebe, werde er den Rat der Stadt darüber informieren.“ (aus der Niederschrift der Ratssitzung, 12.10.17). Laut dem jetzt vorliegenden Bericht waren erste Überprüfungen schon im Frühjahr 2017 angelaufen.

    Heidenreich: „Im Nachhinein betrachtet erschien der GRÜNEN-Fraktion die damalige Äußerung des Bürgermeisters angesichts der bereits absehbaren erheblichen Schäden als allzu verharmlosend. Er hätte schon damals dem Rat mehr über den tatsächlichen Zustand des Bades sagen können und müssen.“

    Unverständnis herrschte unter den Fraktionsmitgliedern darüber, dass seit Begutachtungen im Laufe des Jahres 2017 erfolgt und die Mängel bekannt waren, trotzdem kein dringender Handlungsbedarf erkannt wurde, eine Benetzung der Beckenaußenwand durch chloridhaltiges Wasser zu unterbinden, obwohl ja auch explizit ein spezielles Beton-Gutachten erstellt wurde. Oder dass durch Undichtigkeiten verursachte erhebliche Wassereinbrüche in den Keller über einen längeren Zeitraum in Kauf genommen werden, ohne dass man die hinreichende Behebung dieses inakzeptablen Zustands entschlossen in Angriff nimmt.

    Die GRÜNE-Fraktion beschloss, noch einmal an Ort und Stelle die schlimmsten Schäden im städtischen Bad unter Beteiligung ihrer sachkundigen Mitglieder im Stadtentwicklungsausschuss, im Ausschuss für Gebäudewirtschaft sowie im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur in Augenschein zu nehmen. Ob sich die GRÜNEN letztlich für eine nochmalige Sanierung des Bades oder für einen Neubau entscheiden, will die Fraktion bis zum Mai entscheiden, wenn die Alternativen hinreichend geprüft sind.


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