Rat beschließt Hallenbad-Neubau im „Schweinsgalopp“

    Beitrag vom: 17.05.2019

     

     


    In seiner Sitzung am 16. Mai stimmte der Alsdorfer Stadtrat –bei Enthaltung der GRÜNEN - ohne genauere Prüfung und Beratung der von der Gemeindeprüfanstalt (GPA) in der Sitzung vorgetragenen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für den Neubau eines Hallenbades. Der Standort soll in einer späteren Sitzung festgelegt werden. Mit der Umsetzung soll ein „Generalübernehmer“ beauftragt werden. GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich machte deutlich, dass seine Fraktion für diesen Fall eines „Neubaus von der Stange“ auf der Realisierung zeitgemäßer Umwelt- und Energietechnik (Photovoltaik, Solarthermie, evtl. moderne Holzhackschnitzel- oder –pelletheizung) bestehen werde: „Das neue Bad darf, was die Nutzung erneuerbarer Energien anbetrifft, nicht hinter das alte zurückfallen!“ Ebenso hält die GRÜNE-Fraktion Barrierefreiheit und – wie im bisherigen Hallenbad -  ein Mutter-und-Kind-Becken für notwendig.

     

    Das schadhafte alte Luisenbad soll lt. Ratsbeschluss vorerst ohne besondere Sanierungsmaßnahmen und ohne zeitliche Garantien weiter betrieben werden.

     

    Fördergelder gibt es für einen Neubau aber definitiv nicht, für eine Sanierung des alten Bades wäre nach Auffassung der GRÜNEN eine bis zu 90%-ige Förderung durch den Bund zumindest nicht ausgeschlossen. Ihrem Antrag, diese Möglichkeit bis zur nächsten Ratssitzung im Juni zu prüfen und die Grundsatzentscheidung bis dahin zu vertagen, verweigerten sich bis auf den Vertreter der Linken, Thomas Langer, alle anderen Fraktionen.

     

    Heidenreichs Fazit: „Weder haben wir die GPA-Präsentation zur Vorberatung vor der Ratssitzung bekommen, noch waren die anderen Fraktionen bereit, die mündlich vorgestellten Untersuchungsergebnisse in Ruhe auszuwerten. Vor dem Hintergrund der Unsummen an Steuergeldern, die bislang schon ins KuBiZ geflossen sind, hätten wir mehr Sorgfalt bei der Prüfung Neubau oder Sanierung erwartet! Eine Sanierungslösung fürs Luisenbad mit staatlicher Förderung hätte zumindest geprüft werden müssen, ehe man einen teuren Neubau beschließt. Dazu aber waren SPD, CDU und FDP nicht bereit, stattdessen gab’s die Entscheidung im Schweinsgalopp! Verantwortungsvolle Kommunalpolitik sieht für uns anders aus!“ 

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