Janines Wahlkolumne: Frauen in der Kommunalpolitik?

    Wahlkampf als junge Mutter, einzige "Spitzenkandidatin". Ich möchte motivieren und frage mich doch: Warum ist Kommunalpolitik so männlich?

    Beitrag vom: 07.09.2020

     

    Freitag war ich auf einer Veranstaltung des Regiosportbunds. Ziel war es, Politiker*innen und Jugendliche beim Minigolf zusammen zu bringen.


    Es war eine wunderbare Veranstaltung! Tolle, engagierte Schüler*innen (ich war zwar damals auch interessiert, aber garantiert nicht so aufgeklärt) und trotz Regenwetter eine schöne Atmosphäre. Überraschend war tatsächlich wie jung viele der Politiker*innen waren – sehr viele unter 30. Das freut mich!


    Irritierend hingegen: Nur zwei Frauen. Eine dritte Frau musste kurzfristig absagen, aber auch sie hätte das Bild nicht großartig verändert. Woran liegt das? Selbst bei uns Grünen in Alsdorf kandidieren auf den ersten sechs Plätzen nur zwei Frauen. Dabei haben wir eigentlich quotierte Listen... Liegt es am Männerklüngel? Einfach daran, dass man es nun einmal so gewohnt ist? Oder daran, dass Frauen oft sowieso schon zwischen Beruf und Familie aufgerieben werden?


    Ich stelle mit Absicht nur Fragen. Ich weiß es nämlich nicht. Jede Frau hat eigene, sehr unterschiedliche Gründe, sich nicht kommunalpolitisch zu engagieren. Wir Grünen und natürlich ganz besonders auch ich selbst wünschen uns jedoch eine vielfältigere Perspektive in der Kommunalpolitik. Ich möchte deshalb zeigen, dass Engagement in Alsdorf vielfältig – und weiblich! - sein kann. Bei uns krabbeln auch schon mal Babys durch das Fraktionszimmer.



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